Ernst Wilhelmine Georg Herbert zu Muenster

Mit der Auflösung des Klosters im Jahr 1803 durch die Preußen wurde Derneburg zu einer preußischen Domäne, die 4 Jahre später französische Truppen besetzten. Beide plünderten den reichen Besitz restlos aus, und als Derneburg mit dem gesamten Bistum Hildesheim nach dem Wiener Kongress 1814 an das welfische Königreich fiel, fand der neue Besitzer, Graf Ernst zu Münster, das ehemalige Kloster in einem völlig verwahrlosten Zustand vor. Der reiche Grundbesitz garantierte ihm dennoch eine garantierte jährliche Einnahme von 6000 Talern.

Graf Ernst zu Münster behielt bei seinen Umbauten zu einem repräsentativen Schloss den klösterlichen Eindruck der Gesamtanlage bei. Mit der mittelalterlichen und barocken Klosterarchitektur waren im Landschaftsgarten neben dem griechischen Tempel und der ägyptischen Pyramide die großen Epochen der Kulturgeschichte vertreten. Aus diesem Grund blieb die Klosterkirche erhalten und nahm die reiche Kunstsammlung des Grafen auf. Sein Sohn Georg Herbert teilte nicht die kunsthistorische Auffassung des Vaters, ihm stand der Sinn nach einem romantischen Schloss, so wie er es aus England kannte. Diese schwierige Aufgabe übernahm Laves, und mit einer aus denkmalpflegerischer Sicht nicht zu vertretenden Radikalität riss er 1846 zwei Drittel der Klosterkirche ab und öffnete das geschlossene Viereck mit seinem Kreuzganz zu einem U-förmigen Bau. Es verblieb ein großer quadratischer Turm, auf den ein pagodenförmiges Dach mit einem Zinnenumlauf gesetzt wurde. Zusammen mit den in die Fassade eingelassenen Türmen erhielt die Anlage ihren romantischen Schlosscharakter, den sie bis heute bewahrt hat.

1902 übernahm Graf Alexander das Gut, das mit Ausbruch des 1. Weltkrieges in schwere wirtschaftliche Probleme geriet. Mit seinem Sohn, Graf Friedrich zu Münster, löste sich der große Besitz weiter auf. Der aufwendige Lebenswandel des in Berlin ansässigen Grafen verursachte in den 20er/30er Jahren enorme Schulden, die durch Kunst- und Landverkäufe gedeckt werden mussten. Graf Friedrich verpachtete das Gut Derneburg-Astenbeck 1926 an den Schwaben Fritz Ruoff, der eine sehr intensive und erfolgreiche Wirtschaftsreform durchführte. Zu Beginn des 2. Weltkrieges wurde im Schloss ein Reservelazarett eingerichtet und für die Verstorbenen am Osthang des Donnerberges der Ehrenfriedhof angelegt. Nach dem Tod des Grafen Friedrich konnte sein englischer Bruder, Graf Paul zu Münster, sein Erbe erst nach Kriegsende antreten.

Auf Grund einer durch die Alliierten in Aussicht gestellten Bodenreform verkaufte er 1955 den 250-ha-Betrieb Derneburg an das Land Niedersachsen, die die Domäne durch einen Wirtschaftsleiter selbst bewirtschaftete. Der Sohn des Grafen Paul zu Münster, Graf Peter zu Münster, trat 1955 in Derneburg sein vorgezogenes Erbe an und baute eine groß angelegte Nelkenzucht auf. Aus wirtschaftlichen Gründen musste er 1971 das Astenbecker Brennereigut mit ca. 140 ha Ackerfläche verkaufen. Der einstmals riesige Grundbesitz der Familie zu Münster war auf das Schloss und einen kleinen Teil des Parks zusammen geschrumpft.

Die Familie zu Münster

Februar 2017

So 19.02.2017 | 11.00 Uhr
Ausstellung
Volker Witteczek
"aus nah und fern"

März 2017

Fr 10.03.2017 | 20.00 Uhr
Konzert             
Alix Dudel und Sebastian Albert
Sozusagen grundlos vergnügt
Lieder und Lyrik von Mascha Kaléko

Fr 17.03.2017 | 20.00 Uhr
Kabarett
Hans Krüger
„Hans Krüger Nationalpark“

Fr 24.03.2017 | 20.00 Uhr
Konzert             
Zed Mitchell

April 2017

So 02.04.2017 | 11.00 Uhr
Ausstellung
Ilona Nolte
„Lebenslust“

Do 06.04.2017 | 20.00 Uhr
Konzert
Les Maries
„Goldene Flaute“

Fr 21.04.2017 | 20.00 Uhr
Kabarett
Maria Vollmer
„Push-up, Pillen & Prosecco“

Fr 28.04.2017 | 20.00 Uhr
Kabarett
Schmidt's Katzen
"Improshow"

Mai 2017

Do 4.5.2017 | Duo Zaruk
Konzert
Duo Zaruk
Iris Azquinezer (Cello)
Rainer Seiferth (Gitarre)

Fr 12.05.2017 | 20.00 Uhr
Konzert             
A Glezele Vayn

Fr 19.05.2017 | 20.00 Uhr
Kabarett
Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie
„Mitternachtspaghetti“

Juni 2017

Ausstellung
Hans-Jürgen Schmejkal
"Lebendiges Nichts"

Fr 16.06.2017 | 20.00 Uhr
Konzert             
Huldrelokkk

Juli 2017

Sommerpause

August 2017

So 06.08.2017 | 11.00 Uhr | Ausstellung
Angela Hennessy
"Malerei"

Fr 18.08.2017 | 20.00 Uhr
Lesung
Uwe Janssen & Imre Grimm
"Zehn Jahre Ekstase"

September 2017

Fr 01.09.2017 | 20.00 Uhr
Konzert
Aquabella
"Jubilee - 20 Jahre Aquabella"

Fr 08.09.2017 | 19.00 Uhr
Konzert
Gemischter Chor Baddeckenstedt - fällt aus!

Fr 15.09.2017 | 20.00 Uhr
Lesebühne
Paul Weigl
„DeGenerationskonflikt“

Mi 27.09.2017 | 20.00 Uhr
Lesebühne
Tobias Kunze
"Der Schwung der Wucht"

Oktober 2017

So 01.10.2017 | 11.00 Uhr
Fotoausstellung
Jürgen Hamann
„Nordische Impressionen“

Fr 13.10.2017 | 20.00 Uhr
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Die Bösen Schwestern

Fr 27.10.2017 | 20.00 Uhr
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November 2017

Fr 10.11.2017  | 20.00 Uhr
Multivisionsshow
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“Abenteuer Yukon”

Fr 24.11.2017
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Tannahill Weavers
Scotland's Legendary Folkband!

Sa 18./So 19.11.2017
Sa 25./So 26.11.2017
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